21.05.2008
Rollout der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Region Nordrhein.
Nach den aktuellen Planungen der 'gematik' (Gesellschaft für Telematikanwendungen) wird der bevorstehende Rollout der eGK in der Region Nordrhein beginnen. Wenn in Nordrhein der Rollout der stationären und mobilen Kartenterminals nachweislich funktioniert hat, kann im Anschluss begonnen werden, die Kartenterminals wellenartig, ausgehend von den angrenzenden Regionen, in ganz Deutschland auszugeben. Sobald jeder Vertragsarzt über ein neues Kartenterminal verfügt, werden auch die Krankenkassen beginnen, eGK’s in größeren Mengen auszugeben.
Dieses Vorgehen wird dazu führen, dass in einer Übergangszeit neben den neuen eGK’s ebenfalls die 'alten' Versicherungskarten (KVK’s) benutzt werden. Ein Versicherter besitzt dann übergangsweise beide Karten. Die Hersteller von Praxisverwaltungssystemen müssen demnach sicherstellen, dass deren Systeme die parallele Benutzung eGK und KVK unterstützen.
Die derzeitigen Planungen der 'gematik' gehen davon aus, dass damit begonnen wird, die Kartenterminals im 3. Quartal 2008 und die eGK Ende des 4. Quartals 2008 in Nordrhein auszugeben. Um die Industrie bei den Anpassungen der Termine zu unterstützen, stellt die 'gematik' auf ihren Webseiten die entsprechenden Release-Informationen bereit. Diese beinhalten neben den Spezifikationen auch eine Dokumentenlandkarte, welche einen Überblick über den Funktionsumfang des Releases 0.5.2 ermöglicht.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung ist zuständig für die Telematik-Zertifizierung von Praxisverwaltungssystemen. Da im Rahmen des Basis-Rollouts kein Konnektor benötigt wird, sondern Kartenterminal und Primärsystem direkt miteinander kommunizieren, muss zunächst lediglich das korrekte Auslesen und die Verarbeitung von Versichertendaten zertifiziert werden.
Derzeit laufen bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die Vorbereitungen, um ab dem 01. Juli 2008 die notwendigen Zertifizierungen im Rahmen des Basis-Rollouts durchführen zu können. Bereits jetzt stellt die KBV über die Webseite eine entsprechende Mapping-Tabelle zwischen KVK und eGK Versichertenstammdaten zur Verfügung, die für Anpassungen verwendet werden kann.